12
Feb
2009

Vorbei

Kostbar wähnten Worte jener ersten Tage -
nun abgewogen.
Das Schweben Lichtjahre entfernt.
Bleischwer hängen sie an mir,
schmecken nach Herbst und Fäulnis.
Worte unter die Haut geschrieben
machten glauben an ein Gefühl
was längst vergessen schien.
Mir fehlt die Kraft mich weiter zu verbiegen,
so als ob ich nichts vermisste.
Ein Wort nur oder Zeichen.
Vielleicht ein „vorbei“, wo nie etwas war.
Die Erkenntnis wird bitter schmecken
der Schmerz verwehen.

©GJ20081015/2009

11
Feb
2009

...

wild fallen flocken
zwei verschmelzen sinnlich
ein tropfen bleibt

©GJ 2006

10
Feb
2009

Solitude

Stille, nur ab und zu ein Seufzen von nirgendwo her.
Vielleicht der Klang ächzenden Eises?
Das Atmen schmerzt, als sei die Luft voll von Glassplittern.
Vereinzelt Spaziergänger, die leere Bänke passieren.
Das flammende Rot des Spätsommers war nicht zu retten.
Verloren die Wärme, die mich schwerelos machte.
Der Schmetterlinge Flügel brachen im Herbst.
Jetzt beißt der scharfe Geruch blutender Bäume in den Lungen.
Längst hat sich der Frost sein Nest gebaut.
Lautlos entsteigt dem See eine Klage.
Langsam fallen Flocken und decken die Lider der versteinerten Frau.

©GJ200901
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Zuletzt aktualisiert: 13. Feb, 21:00

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