20
Aug
2009

Aus-Blick

Rückwärts gewandte Sehnsucht ist ein Hunger der nicht mehr gestillt werden kann.

17
Aug
2009

jasminnacht

dein flüstern streicht
mir seide in den nacken
silben rieseln sanft
wie sternenstaub
nisten sich ein
tonperlen in dur und moll
fließende silberfäden
mit angehefteten worten
betten sich in luftküsse
aus duft
...
und bedenkenlos
lass ich mich umgarnen
nach noten

©GJ200506

16
Aug
2009

Berichtigung ...

Betrifft das Attribut "Vergnügliches Buch" (am 14.08.09) für "Was bin und wenn ja wieviele?"
Einige Zitate, die keineswegs "vergnüglich" sind, sondern durchdacht formuliert und den Leser (mich jedenfalls) aufrütteln.

S. 219
"Unseren Spiegelneuronen funken beim Gebrüll eines Kälbchesn im Schlachthaus, aber sie bleiben untätig bei einem formverpackten Schnitzel."

S. 227
(Im Abschnitt vorher wurde angeführt, dass Säuglinge, Kleinkinder und Behinderte zu Recht moralischen Schutz in unserer Gesellschaft genießen).
"Während einerseits Schimpansen und Gorillas sich in den Labors durch Rechen- und Sprachkunststücke in die menschliche Moralgemeinschaft hieneinzuschreiben scheinen, ist andererseits bei Menschen Intelligenz gar nicht der Maßstab für moralische Rücksichtnahme."

S. 235
"Es gehört schon eine Menge romantischer Ignoranz dazu, die Grausamkeiten und Dissonanznen des Lebens in einen vom Schöpfungsfrieden beseelten Paradiesgaren einzuschmelzen."


Sommer-satt
Durch den am Morgen noch kühlen Wald laufen, Ideen finden für eine KG, Nachdenken im Laufschritt, ein Arm voll Gladiolen und Sonnenblumen, ein Waldbeereisbecher, ein Liegestuhl ... im Garten lesen und dösen ... schreiben später.
Ein echter Sommer-Sonnentag.

14
Aug
2009

Lesevergnügen

Von "Lenin kam nur bis Lüdenscheid" war ich angetan.
Beim Lesen von "Wer bin ich - und wenn ja wie viele?" bin ich gefesselt und begeistert.
Precht kann äußerst gut unterhalten und dabei komplizierte Vorgänge und Gedankenexperimente wirkungsvoll und allgemein verständlich formulieren.
Es ein vergnügliches Buch ... bis zur Mitte jedenfalls, denn bis dahin bin ich bisher gekommen.
Demnächst vielleicht ausführlicher darüber.

Großer Spaziergang mit großem Sohn.


Gerdankensplitter:
wochenlang: wortmangel / aus dem dasein gefallen
maigrüne tage: träge last / einem schweren vorhang gleich
entfalten sich sommerhell spät erst im august
leicht fließt tinte / zurück ins leben

12
Aug
2009

Entrüstung?

Ich weiß nicht wie oft ich heute in den Nachrichten schon die Meldung gehört habe, dass sich die Justizministerin entrüstet daüber geäußert, dass u. a. auch der Wirtschaftsminister für Gesetzesvorlagen auf die Hilfe aus den Reihen außerhalb der Politiker-Liga zurückgegriffen hat.

Wer glaubt denn allen Ernstes, dass Politiker es ohne Hilfe von Außen schaffen, immer kompliziertere Sachverhalte zu durchschauen und dafür entsprechende Gesetze zu verfassen?
Mich beruhigt es eher, dass sie sich Hilfe holen und abgesehen davon, geahnt habe ich es längst.

Was die Millionenbeträge angeht, die das gekostet haben soll ... steht auf einem anderen Blatt und welche (Vettern)Wirtschaft, da wieder zum Blühen gebracht wurde ...
Mir kommt das alles vor, wie eine Inszenierung zu Wahlpropagandazwecken ... als hätte Frau Zypries, das nicht längst gewusst ...

11
Aug
2009

Ausflug

Herrlich war es im Palmengarten mit einer lieben Freundin.

Ein rundherum gelungener Tag, viele Stunden im Freien, kunstvolle, farblich wohldurchdachte und harmonische Pflanzungen ... ein Tag, der mich erst auf der Rückfahrt gegen 19:00 Uhr an den 11.08.2008 denken lässt: Warten im Gewitterregen auf dem Parkplatz - Spannung - Freude übers Wiedersehen - vor lauter Aufregung nicht Essen können ...

Die Erinnerung ist auch ein Stück Leben und äußerst lebhaft.
"... vielleicht kannst du die Zeit als etwas annehmen, was zu dir gehört, ohne an die Zukunft zu denken ..."
Mit diesen Worten kämpfe ich immer noch, aber ich betrachte sie in einem milderen Licht, als ehedem.

10
Aug
2009

valais 10.08.2008

das auge sucht weite in luftiger höhe entlang des grats wo unterhalb des eises der karge fels noch warm / glockenblumen und wollgras fangen letzte sonnenstrahlen / berauscht vom fluss der gletschermilch den zu tal tobenden wassern zuhören / zwanzig minuten noch bis zur hütte auf dem plateau /
später baden die gipfel im süden über den wolken flamingofarben / die dunkelheit kommt heftig / zaghaft schimmert erstes sternensilber / surreal blinken ab und zu flugzeuge / eine sternschnuppe hat es eilig und fällt willkommen aus dem blauschwarzem samt / ich wünsche mir eine chance für uns /
kaum dass ich stundenweise schlaf finde auf dem harten lager / die kälte kriecht schweigend unter decken / lässt die glieder unbeweglich werden /
irgendwann wird es hell / dunst verzaubert die kulisse / in der frühen kühle schmerzt die raue schönheit / die naturgewalt / worte sind lässlich wenn sich die schleier lüften

©GJ 2008

Gestern, es war urkomisch dieser Tartüff vom hessichen Moliére Wolfgang Deichsel. Der Bolongaro-Garten ist wunderbar, beonders wenn er stilvoll illuminiert, wie aus einer fernen Zeit ...

9
Aug
2009

Freude ...

Heute
darauf
freue ich mich

Der Abend heute im Park wird wohl hoffentlich amüsant ohne Hagel und Sturm ... und
***

Gestern ...
... in Bad Nauheim.
Ich laufe durch den Park. Springbrunnen, Teiche, kein großer See, keine Berge, wie vor einem Jahr. Hautnah meine ich das verflossene Glück greifen zu können, spüre deine Hände, höre deine Stimme ... selbst das Wetter ist das gleiche wie vor einem Jahr, bedeckt und ab und zu tropft es, dabei bestimmt 25°. Aber windiger war es am Zuger See und es gewitterte. Meine Gedanken verreisen, mangels tatsächlicher Reiseziele. Ich setze mich auf eine Bank. Allein. Es gibt Momente, da ist mir zum Heulen ... aber ich habe ein Buch dabei.

Heute vor einem Jahr:
Ziel Aletsch-Gletscher
Der Link lässt sich nicht einfügen:
http://de.webcams.travel/webcam/1232544759-Wetter-Riederalp-Riederalp-M%C3%B6rel
logo

aufgefaltet

silben worte sätze

Mein Lesestoff


Siri Hustvedt
Was ich liebte



Roger Willemsen
Die Enden der Welt


Andreas Maier
Das Haus


Andreas Maier
Das Zimmer



Martin Suter
Die Zeit, die Zeit



Tomas Tranströmer
Sämtliche Gedichte

Musikliste

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Status

Online seit 6617 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 13. Feb, 21:00

Credits


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren