Lügen über meinen Vater II
Ich bin von mir enttäuscht.
Wie kann es sein, dass ich ein von Kritikerinnen (Felicitas von Lovenberg und
Sigrid Löffler, um zwei wichtige Namen zu nennen), hochgelobtes Buch auf Seite 66 immer noch nur durchschnittlich für mich ist? Ich vermisse die „Alttestamentarische Wucht und Gewalt“, die genannt wurde, um dem Werk eine herausragenden Stellung unter den Neuerscheinungen des Frühjahrs, ja unter den Vater-Sohn-Beziehungs-Werken zu attestieren.
Darüber hinaus wird John Burnside gar als einer der wichtigsten Autoren des angelsächsischen Sprachraums, wenn nicht der Gegenwart überhaupt, bezeichnet.
Bisher erschöpft sich der Roman in allzu Bekanntem – ein weiterer Vater/Sohn Konflikt, allerdings ein anderer als beispielsweise bei Arno Geiger. Schauplatz ist das Arbeiter-Milieu Schottlands in den 60zigern. Der Vater Alkoholiker und Spieler.
Die Geschichte kommt nicht in Gang, verliert sich im Allgemeinen, sodass ich nach den gelesenen Seiten immer noch nicht wirklich weiß, was ich gelesen habe.
Es fällt mir ein, dass ich irgendwo las, „John Burnside hätte besser daran getan bei der Lyrik zu bleiben“, aber ob da etwas dran ist, will und werde ich selbst erfahren. Der neuste Band „Versuch über das Licht“ ist bestellt. Zweisprachig!
Die Originalfassung „A Lie About My Father“, wurde 2006 publiziert. Die deutsche Übersetzung (Bernhard Robben) des Buches liegt druckfrisch bei Knaus vor.
Nun gut, auch Kritikerinnen können irren und ich werde es natürlich zu Ende lesen, zumal ich einen Ausschnitt anlässlich der Lesung John Burnsides in Frankfurt am Main, vom Autor selbst gelesen noch eindrucksvoll in Erinnerung habe. Ebenso die beiden Poems, die er las. Voller Lebendigkeit und Kraft!
Vielleicht ist also das Werk in der Originalsprache sehr viel „wuchtiger“, authentischer und besser, als der hoch gelobte Bernhard Robben, es bei der Übersetzung hinbekommen hat.
Die erste Unstimmigkeit befindet sich gleich im Titel: "A Lie ..." im Englischen und in der Übersetzung das eher schlappe "Lügen..."
Möglich, das da der Hase grundsätzlich im Pfeffer liegt, mal sehen, ob ich noch Lust habe, das englischsprachige Werk zu lesen.
Wenn ich den Roman durchhabe – er liest sich auch nicht flüssig – melde ich mich abschließend.
Gespannt, sehr sogar bin ich auf die Lyrik, besonders im Original.
Nachtrag am 20.05.2011
Heute erst, melde ich mich hier noch einmal.
Ich habe lange gebraucht, dieses für mich schwer lesbare und -verdauliche Buch zu Ende zu lesen.
Nun kann ich sagen, es ist lesenswert, ja.
Zum richtigen Zeitpunkt vermutlich, den es für mich jedenfalls für das jeweilige Buch braucht.
Bei diesem hier, war es offenbar ein nicht gut gewählter.
Ich habe parallel zwei andere Bücher während dieser Zeit der Beschäftigung mit „Lügen über meine Vater“, gelesen, davon eines aus-.
Burnside fesselte mich nicht so, wie ich es nach den Lobliedern erwartet hätte.
Dafür kann ich seine Lyrik um so mehr empfehlen.
Wie kann es sein, dass ich ein von Kritikerinnen (Felicitas von Lovenberg und
Sigrid Löffler, um zwei wichtige Namen zu nennen), hochgelobtes Buch auf Seite 66 immer noch nur durchschnittlich für mich ist? Ich vermisse die „Alttestamentarische Wucht und Gewalt“, die genannt wurde, um dem Werk eine herausragenden Stellung unter den Neuerscheinungen des Frühjahrs, ja unter den Vater-Sohn-Beziehungs-Werken zu attestieren.
Darüber hinaus wird John Burnside gar als einer der wichtigsten Autoren des angelsächsischen Sprachraums, wenn nicht der Gegenwart überhaupt, bezeichnet.
Bisher erschöpft sich der Roman in allzu Bekanntem – ein weiterer Vater/Sohn Konflikt, allerdings ein anderer als beispielsweise bei Arno Geiger. Schauplatz ist das Arbeiter-Milieu Schottlands in den 60zigern. Der Vater Alkoholiker und Spieler.
Die Geschichte kommt nicht in Gang, verliert sich im Allgemeinen, sodass ich nach den gelesenen Seiten immer noch nicht wirklich weiß, was ich gelesen habe.
Es fällt mir ein, dass ich irgendwo las, „John Burnside hätte besser daran getan bei der Lyrik zu bleiben“, aber ob da etwas dran ist, will und werde ich selbst erfahren. Der neuste Band „Versuch über das Licht“ ist bestellt. Zweisprachig!
Die Originalfassung „A Lie About My Father“, wurde 2006 publiziert. Die deutsche Übersetzung (Bernhard Robben) des Buches liegt druckfrisch bei Knaus vor.
Nun gut, auch Kritikerinnen können irren und ich werde es natürlich zu Ende lesen, zumal ich einen Ausschnitt anlässlich der Lesung John Burnsides in Frankfurt am Main, vom Autor selbst gelesen noch eindrucksvoll in Erinnerung habe. Ebenso die beiden Poems, die er las. Voller Lebendigkeit und Kraft!
Vielleicht ist also das Werk in der Originalsprache sehr viel „wuchtiger“, authentischer und besser, als der hoch gelobte Bernhard Robben, es bei der Übersetzung hinbekommen hat.
Die erste Unstimmigkeit befindet sich gleich im Titel: "A Lie ..." im Englischen und in der Übersetzung das eher schlappe "Lügen..."
Möglich, das da der Hase grundsätzlich im Pfeffer liegt, mal sehen, ob ich noch Lust habe, das englischsprachige Werk zu lesen.
Wenn ich den Roman durchhabe – er liest sich auch nicht flüssig – melde ich mich abschließend.
Gespannt, sehr sogar bin ich auf die Lyrik, besonders im Original.
Nachtrag am 20.05.2011
Heute erst, melde ich mich hier noch einmal.
Ich habe lange gebraucht, dieses für mich schwer lesbare und -verdauliche Buch zu Ende zu lesen.
Nun kann ich sagen, es ist lesenswert, ja.
Zum richtigen Zeitpunkt vermutlich, den es für mich jedenfalls für das jeweilige Buch braucht.
Bei diesem hier, war es offenbar ein nicht gut gewählter.
Ich habe parallel zwei andere Bücher während dieser Zeit der Beschäftigung mit „Lügen über meine Vater“, gelesen, davon eines aus-.
Burnside fesselte mich nicht so, wie ich es nach den Lobliedern erwartet hätte.
Dafür kann ich seine Lyrik um so mehr empfehlen.
GeRdanken - 9. Apr, 12:03