21
Dez
2011

Weihnachtsfriede

Weit und breit ist kein Frieden zu finden. Falsche Freunde kündigen dir die „Freundschaft“ Aus der Schusslinie hast du dich genommen. Verschwommen dein Erinnern an Sinnhaftigkeit … wie fröhlich ist doch die Weihnachtszeit!
Dramatisch, wie sich manche im Wechsel bescheren. Warum gibt es eigentlich kein Volksaufbegehren gegen Weihnachtsstress und Gefühlsduselei? Romantik hat Hochkonjunktur, genau wie die Single-Kneipen, in denen der Wein noch schaler schmeckt als das Leben.

Auf einer Insel mittendrin, hast du es warm, dein Leben ist schön und für dich hat es Sinn.
Gespendet hast du, wie alle Jahre wieder, ohne Kirchenlieder singen zu müssen, per Überweisung an „Brot für die Welt“. So streichelst du deine Seele, dein Helfersyndrom, als ginge es um nichts weiter, als bloß ums Geld.
Du findest deine Weihnachtsnische, spielst bibelfest den Verkündigungsengel im Seniorenheim. Niemand, der nicht zu Tränen gerührt, von der Zeit die du den Alten schenkst, deines vollen Terminkalenders zum Trotz. Danach gehst du in deine Wohnung und duschst als könnest du allen Schmutz abwaschen. Dann zündest du die Kerzen in den Desingner-Ständern an, hörst Händel und Bach und dennoch, alles so dunkel, kalt und still.

©GJ20111221
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Zuletzt aktualisiert: 13. Feb, 21:00

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