23
Dez
2011

Vom Sein

Der Regionalexpress tutet laut vor der nächsten Kurve. Ich genieße die Zugfahrt ins Gebirge.
Die Fahrgeräusche hören sich mit ein bisschen Phantasie, nach dem Stampfen einer alten Dampflok an. (Der Zug fährt aber mit Benzin).
Schnee, Reste hier und da, weiße Flecken an den Hängen.
Ich steige aus, schultere den Rucksack und lasse den Bahnhof zur Linken zurück, begebe mich quer durch die Stadt Richtung Feldberg.
Als ich auf dem Wanderweg bin, im feuchten schweren Kiefernduft, weiß ich nicht, ob ich nur existiere oder bin. Wassertröpfchen, zieren die grünen Nadeln wie Glitzersteinchen.
Die Luft hält eine nasse Last in unsichtbaren Beuteln, aus denen es ab und zu nieselt.
Ich atme durch und gehe bergan. Fort vom Lärm der Stadt will ich zu mir wandern.
©GJ20111223
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Zuletzt aktualisiert: 13. Feb, 21:00

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