Gestern Nachmittag habe ich mir endlich den Film angesehen, den ich schon seit Wochen sehen wollte.
Cheyenne
Ein Film, der mit wenig Handlung und musikalischer Untermalung auskommt, aber mit nahezu lyrisch anmutenden Sequenzen nachhallt. Ein auf den ersten Moment stiller Film, der aber doch einigen innerlichen Aufruhr verursachte.
Fast alle Figuren, melancholisch, sind Platzhalter. Cheyenne ganz besonders, Sean Penn trägt nach meinem Dafürhalten, diesen in Cannes zu Recht ausgezeichneten Film, als in sich gekehrter, durch sein Leben „schwimmender“ Kind-Mann.
Die Tragik eines zwischen Depression und Langweile zockenden ehemaligen Punk-Rockers hat mich sehr berührt , allein wie er schaut und mit minimalistischen Gesten die Filmgestalt, die nicht mehr ‘seine‘ zu sein scheint, durch den Film laviert, bis zum „Erwachsenwerden“ … Das bewegt! Diese Langsamkeit, manche Szenen in Zeitlupe, Cheyenne stets langsam in Bewegung und Sprache und leise. Gut finde ich auch, dass in der Langzeitehe mit Jane alles easy läuft. Beziehungsprobleme gibt es, aber nicht beim Paar.
Der Regiehöhepunkt - er sei nicht verraten hat mir einen Kälteschauer beschert. Nein, es fließt kein Blut ...
Ein tolles Filmerlebnis! Ohne Einschränkung sehenswert.
cheyenne
schritte schlurfen
gesten in zeitlupe
verlangsamt das spiel auf zeit
GeRdanken - 9. Jan, 10:18